Sauerstoffdurchlässigkeit

Natürlich ist die Sauerstoffversorgung für den Menschen lebenswichtig. Das gilt aber auch für die Augen. Denn die Hornhaut des Auges wird nicht von innen mithilfe des Blutes mit Sauerstoff versorgt, sondern von außen durch die Luft. Für Kontaktlinsen ergibt sich daraus eine fundemantale Bedingung: die Linsen müssen so gut wie möglich für Sauerstoff durchlässig sein (sog. Sauerstoffdurchlässigkeit). Dabei muss man bedenken, dass die Hornhaut stets von einem Film aus Tränenflüssigkeit benetzt ist. Diese Flüssigkeit enthält natürlich den notwendigen Sauerstoff.

Sauerstoffdurchlässigkeit
Sauerstoffdurchlässigkeit

Kontaktlinsen schwimmen auf der Tränenflüssigkeit. Menschen, die davon zu wenig produzieren, haben ein Problem. Für sie kann das Tragen von Kontaktlinsen zur Tortur werden. Wenn die Linse zu eng anhaftet, kann die Sauerstoffzufuhr über einen so langen Zeitraum unterbrochen werden, dass sich Blutgerinsel im Auge bilden, um die Hornhaut doch von innen zu versorgen.

Der DK-Wert einer Kontaktlinse

Die Sauerstoffdurchlässigkeit von Kontaktlinsen wird mit dem sogenannten DK-Wert angegeben. DK steht für (relative) DielektrizitätsKonstante. Entscheidend für den DK-Wert ist das Material der Linse und die Frage, wie viel Wasser die Linse aufnehmen kann. Je mehr Flüssigkeit in der Linse, um so geringer die Sauerstoffdurchlässigkeit.

Ein hoher KD-Wert zeigt an, dass die Sauerstoffdurchlässigkeit hoch ist. Kontaktlinsen mit einem hohen DK-Wert sind daher für sensible Augen und für Allergiker besonders gut geeignet.

Der DK/t Wert einer Kontaktlinse

 Der DK-Wert ist zwar an sich eine gute Sache, aber er hat einen Nachteil: er beschreibt die Sauerstoffdurchlässigkeit des Materials, unabhängig von der Dicke der Linse. Bei Kursichtigkeit sind die Linsen so geformt, dass sie im Zentrum dünner sind als außen. Schwierig wird es bei weitsichtigen Menschen: die Kontaktlinsen, die die Weitsichtigkeit korrigieren, sind außen dünn und im Zentrum dick (d.h. sie haben mittig den größten Durchmesser. An dieser Stelle ist die Sauerstoffdurchlässigkeit besonders wichtig, weil es zu den Außenkanten relativ weit ist.

Aus diesem Grund gibt man die Sauerstoffdurchlässigkeit einer Kontakltlinse mit dem Dk/t Wert an. Das "t" steht dabei für die Dicke in der Linsenmitte.

Letztlich ist ein hoher DK/t Wert die entscheidende Kennzahl für die Sauerstoffdurchlässigkeit einer Kontaktlinse.

Unterschied harte / weiche Kontaktlinsen

Harte Kontaktlinsen sind deutlich durchlässiger für Sauerstoff. Sie sind daher in der Regel auf Dauer sicherer und schonender. Bei weichen Kontakltlinsen kommt ein weiterer Wert ins Spiel: der Wassergehalt der Linse. Je mehr Wasser de Linse aufnimmt bzw. durchlässt, um so besser für das Auge - aber um so schlechter für die Linse. Denn im Wasser sind fast immer Mineralien und andere Stoffe gelöst, die sich bei Verdunstung ablagern und die Linse auf Dauer trübe machen.

Kontaktlinse
Kontaktlinse

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