Mikroskope

Mikroskope sind optische Geräte, die es ermöglichen, sehr kleine Dinge und Strukturen erkennbar zu machen, die man mit bloßem Auge nicht erkennen kann. Man unterscheidet im Prinzip Lichtmikroskope und Elektronenmikroskope. Bei Lichtmikroskopen wird durchscheinendes Licht durch optischen Linsen gebrochen. Bei Elektronenmikroskope werden statt Lichtstrahlen Elektronenstrahlen benutzt, die eine kürzere Wellenlänge haben und dadurch das Beobachten wesentlich kleinerer Strukturen erlauben. Siehe auch: Mit Brille mikroskopieren - oder ohne?

Mikroskop Nutzen

Mikroskope spielen in der Naturwissenschaft eine wichtige Rolle und helfen bei der Erforschung von Materialien und Substanzen.

Mikroskop
Mikroskop (Forscher-Mikroskop für Kinder)

Geschichte des Mikroskops

Das älteste bekannte Mikroskope wurde um 1595 entwickelt und waren sog. "Zwei-Linsen-Systeme", bei denen die vergrößernde Wirkung durch zwei hintereinander liegende Linsen erzeugt wurde. Das Problem an diesen 2-Linsen Systemen waren Abbildungsfehler, die sich verdoppelten. Mehr als eine 50fache Vergrößerung war daher zunächst nicht möglich.

Antoni van Leeuwenhoek (1632–1723) entwickelt ein "Ein-Linsen-Mikroskop", mit der er eine bis zu 270fache Vergrößerung erreichte. So entdeckte Leeuwenhoek die von ihm so genannten „Animalkulen“, einzellige Bakterien und Protozoen.

Bis weit ins 19. Jahrhundert hinein wurden gute zusammengesetzte Mikroskope durch Ausprobieren und anhand von Erfahrungswerten hergestellt. Ernst Abbe erarbeitete um 1873 die zum Bau besserer Mikroskope erforderlichen, noch heute gültigen physikalischen Grundlagen. Als Folge gelang es zum ersten Mal, ein Objektiv herzustellen, dessen Auflösungsgrenze nicht mehr durch die Materialgüte, sondern durch die physikalischen Beugungsgesetze limitiert wurde. Diese physikalische Auflösungsgrenze wird als das Abbe-Limit bezeichnet. Produziert wurden die entsprechenden Mikroskope zusammen mit Carl Zeiss in dessen optischen Werkstätten. 

Eine höhere Auflösung ermöglichen Elektronenmikroskope, die seit den 1930er Jahren entwickelt wurden, da Elektronenstrahlen eine kleinere Wellenlänge haben als Licht. Rasterkraftmikroskope arbeiten nach einem anderen Prinzip und haben sehr feine Nadeln, mit denen die Oberfläche von Objekten abgetastet wird.

Während bei Lichtmikroskopen normalerweise der Hintergrund des Bildes grundsätzlich hell ist (weil das Licht durchscheint), zeigt die Dunkelmikroskopie die Strukturen vor einem dunklen Hintergrund. Sie werden nicht von hinten durchleuchtet, sondern von der Seite mit Licht bestrahlt. Dadurch kann man andere Dinge sichtbar machen.

Aufbau eines Mikroskops

Aufbau Mikroskop

Mehr zum Thema siehe Website Lichtmikroskop.net.

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